Gehmeditation

Gehmeditation

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Die Gehmeditation ist eine wunderbare Entspannungsform, die zum einen für jedermann/frau geeignet und zum anderen auch einfach durchzuführen ist. Sie kann bei jedem Wetter durchgeführt werden und man braucht dafür keine bestimmten Utensilien. Mit etwas Übung fällt es dir mit der Zeit ganz leicht bei dieser Meditationsform abzuschalten und dich vollkommen zu entspannen.
Ein regelmäßiges, bewusstes, langsames Gehen mit ruhiger, gleichmäßiger Atmung kann zudem sogar Blutdruckhochdruck, Schlafprobleme und Stress beseitigen und verhilft dir zur mehr Energie und Ausgewogenheit. Bei der Gehmeditation gibt es folgende vier Punkte zu beachten.

ACHTSAMKEIT

Zuallererst richtest du deine Wahrnehmung voll und ganz auf deine Achtsamkeit. Das bedeutet du richtest deine ganze Aufmerksamkeit auf den jetzigen Augenblick und die nachfolgenden Punkte „Gehen“, „Atmen“ und „Lächeln“.
Im Normalfall haben wir ein bestimmtes Ziel, wenn wir gehen oder laufen. In diesem Fall steht aber nicht das Ziel im Fokus, sondern einfach nur das Gehen an sich. Wichtig ist, dass du deine Gedanken für diesen Prozess kurz ausschaltest. Sorgen, Probleme, die Zukunft, die Vergangenheit… all diese Gedanken schiebst du beiseite. Nimm zu Beginn ganz bewusst den Untergrund wahr auf dem du gehst. Das fällt besonders leicht wenn man barfuß die Übung durchführt. Nimm aber auch die Geräusche rund um dich auf, ohne sie zu bewerten. Achtsam zu sein bedeutet seine Umgebung einfach nur wahrzunehmen ohne weiter auf die Einflüsse einzugehen. Wenn du beispielsweise einen Hund bellen hörst, dann denke einfach nur „Der Hund bellt.“ Vermeide das du diese Sinneseindrücke bewertest, indem du z.B. denkst:“Hört sich nach einem großen Hund an“ oder „Jetzt keift dieser Hund schon wieder“. Auch wenn du eine Blume am Wegesrand entdeckst, dann nimm sie einfach wahr indem du kurz denkst: „Hier steht eine Blume!“ Jedoch vermeide wieder deine Gedanken weiterzuspinnen, indem du denkst:“Oh was für eine wunderschöne Blume, die würde ich jetzt gerne pflücken.“ All diese Gedanken bringen dich nämlich immer wieder zur nächsten Gedankenabfolge und somit weg vom eigentlichen Fokus – dem Gehen!

GEHEN

Als zweiten Schritt konzentriere dich jetzt ganz bewusst auf das Gehen. Versuche einen gleichmäßigen Rhythmus zu finden. Die Schnelligkeit ist dabei nicht wichtig, es sollte aber kein Hetzen und auch kein Schleichen sein. Versuche aufrecht und ganz natürlich zu gehen, und wenn es die Witterung zulässt dann auch gerne barfuß. Das ist eine wunderschöne Gelegenheit sich gut zu erden. Sollte das nicht möglich sein, dann sind bequeme Schuhe ohne Absatz am besten geeignet. Wähle zu Beginn Orte wo du wenig durch äußere Einflüsse gestört wirst. Ein ruhiger Park, Wald oder Garten sind optimal zum Üben. Sollte irgendetwas zwischendurch deine Aufmerksamkeit stören, bleibe kurz stehen, betrachte die Situation und versuche dann wieder in deinen Rhythmus zu kommen. Die Gehzeit sollte sich nach und nach steigern. Anfangs reichen 5 Minuten, du wirst sehen, dass dies eine sehr lange Zeit sein kann, wenn man sich nur auf das Gehen konzentrieren soll. Mit der Zeit kann man dann immer längere Spaziergänge ausprobieren oder die Methode sogar in den Alltag einbauen, z.B. im Supermarkt während des Einkaufs, am Weg zur Arbeit oder wenn man auf etwas oder jemandem wartet.

ATMEN

Beim Atmen ist keine bestimmte Vorgehensweise vorgeschrieben. Die Atmung sollte jedoch regelmäßig und ruhig sein. Dabei kannst du deine Atemzüge an deinen Gehrhythmus anpassen, indem du z.B. 2-3 Schritte lang einatmest und danach ausatmest. Besonders empfehlenswert ist es, wenn man 2-3 Schritte einatmet und 3-4 Schritte ausatmet. Das längere Ausatmen bewirkt, dass die Lungen mehr aufgebrauchte Luft loslassen können, das nachgewiesen besonders gesundheitsfördernd ist.

LÄCHELN

Lachen ist gesund! Während des Lächelns drücken die Lachmuskeln im Gesicht auf bestimmte Nerven die wiederum dem Gehirn weiterleiten „Ich bin glücklich“! Das hebt automatisch deine Stimmung, auch wenn du zu Beginn vielleicht gar nicht fröhlich gestimmt warst. Probiere es einfach aus, du wirst sehen es funktioniert! Falls es dir zu Beginn schwer fällt, einfach so zu lächeln, dann denke einfach an ein schönes Ereignis oder freue dich, weil heute die Sonne scheint oder du etwas schönes in der Natur entdeckt hast. Es gibt immer einen Grund zu lächeln! 🙂

Ich wünsche dir viel Spaß bei dieser Entspannungsmethode und bedenke dabei immer, dass es nicht wichtig ist wie gut dir diese Übung gelingt. Wenn es einmal weniger gut klappt, dann ist das in Ordnung. Beim nächsten Mal „geht“ es dann bestimmt wieder besser. Übung macht schließlich den Meister! 😉

Deine Sabrina ♥

P.S.: Ich freue mich auch, dich bei einer meiner Geführten Meditationsstunden begrüßen zu dürfen!

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