Zeit ist nur Illusion

Ich habe keine Zeit...

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Ach du liebe Zeit… wer kennt das nicht? Man hat den ganzen Tag soviel zu tun, dass man irgendwann denkt „Wie soll sich das alles heute noch ausgehen?“. Doch nicht nur im Alltag stellt man sich diese Frage oft, denn man hat ja auch sonst Verpflichtungen, die man teils gerne und teils nicht so gerne erledigen möchte. Wann hast du beispielsweise das letzte Mal deine Großmutter besucht? Wann hast du dir die letzte Massage gegönnt? Wie lange liegt schon das Buch am Nachttisch, welches du noch unbedingt fertig lesen wolltest? Wie oft hast du dir vorgenommen, am Abend noch eine Runde spazieren zu gehen und bist dann doch nicht dazu gekommen?

Zeit ist nur eine Illusion

Ich selbst hatte jahrelang das Gefühl immer zu wenig Zeit zu haben. Zu wenig Zeit für Hobbies, zu wenig Zeit für den Haushalt, zu wenig Zeit für Zweisamkeit, zu wenig Zeit für mich. Und letzteres kam auch tatsächlich immer ganz zum Schluss an die Reihe. Aber genau die Zeit für sich selbst ist doch so wichtig… liest man ja überall in ganz vielen Sprüchen und Zitaten… nur wie soll das gehen, wenn doch die Zeit immer zu kurz ist?
Man muss zuallererst begreifen, dass Zeit nur in unserem Kopf existiert. Tja… guter Witz, was? Das soll man verstehen? Aber ja, Zeit ist nur Illusion. Ich versuche es zu erklären: Im Grunde gibt es immer nur das JETZT. Denn alles was in der Vergangenheit oder in der Zukunft liegt, ist ausschließlich in unseren Gedanken. Die Vergangenheit in Form einer Erinnerung, die Zukunft beispielsweise in Form eines Wunsches. Beides ist jedoch nicht mehr oder noch nicht real. Das heißt also, Gedanken gestalten unsere Zeit.

Ein anschauliches Beispiel ist das Gleichnis mit einem Navigationsgerät: Du befindest dich am Ort A und möchtest zu Ort B. Du gibst die Route ins Navigationsgerät ein und dieses errechnet dir den exakten Zeitpunkt deiner Ankunft. Jedoch nur augenscheinlich… denn… am Weg dorthin gerätst du in einen Stau, verpasst die grüne Welle bei den Ampeln und plötzlich bist du 30 Minuten später an Ort B, als das Navi ursprünglich angegeben hatte. Doch das Gerät ist nicht dumm, es hat die „verlorene Zeit“ dazwischen immer wieder neu berechnet. Hätte es sich nämlich strikt an die Zeit gehalten, wärst du noch an der 3. roten Ampel während dein Navi bereits längst am Ziel angelangt wäre. Das Gerät lebt sozusagen im jetzt – das was JETZT ist, ist wichtig und immer der Ausgangspunkt für alles weitere!
Zurück zu den Gedanken: Ein Gedanke wird stets im Kopf (noch unsichtbar) kreiiert, um sich dann im Außen zu manifestieren. Das bedeutet, wenn ich denke ich habe zu wenig Zeit, manifestiert sich dieser Gedanke und ich werde immer am Ende des Tages das Gefühl haben, wieder nicht alles geschafft zu haben, was ich mir vorgenommen habe. Und da kommen wir auch schon zum nächsten Punkt: Achtsamkeit!

Achtsamer Umgang mit dir selbst schenkt dir mehr Zeit 

Du merkst es vielleicht nicht, aber du überforderst dich tagtäglich. Du nimmst dir stets zu viel vor, und lässt dir ständig deine wertvolle Zeit rauben. Das fängt damit an, indem du schon morgens daran denkst, was du nachmittags und abends noch alles erledigen musst. Du solltest nach der Arbeit noch Lebensmittel einkaufen, die Wäsche bügeln, deinem Kind bei den Hausübungen helfen, kochen, und ja… du wolltest ja schon seit einer Woche wieder mal eine Runde laufen gehen, meditieren oder ein romantisches Essen mit deinem Partner verbringen. Und dann ist es plötzlich Abend, das einkaufen und kochen hast du noch geschafft, die Hausübung hat heute aber viel mehr Zeit in Anspruch genommen als geplant und daher ist die Wäsche liegen geblieben. Zwischendurch hattest du das Gefühl du müsstest dringend deine Mails checken, ab und zu mal dein Facebook nach aufmunternden Katzenvideos durchscrollen und noch schnell die 20 Nachrichten in der lästigen WhatsApp-Gruppe nachlesen. Zum Sport wolltest du dich nach dem anstrengenden Tag dann auch nicht mehr aufraffen… und meditieren? Pff… zählt es auch, wenn man gedankenverloren in den Fernseher starrt? Hmm… und so gehst du mit einem unzufriedenen Gefühl und einem Haufen voller unerledigter Aufgaben ins Bett, wo dich dein bereits schnarchender Partner erwartet (wieder nichts mit Romantik), um am nächsten Morgen festzustellen, dass sich noch ein Schäufelchen To-do’s mehr auf deinen Unerledigt-Haufen gelegt haben.
Du erkennst das Problem? Du nimmst dir viel zu viel vor und lässt dich von unnötigen Dingen ablenken! Es ist von Beginn an zum Scheitern verurteilt und am Ende des Tages ärgerst du dich auch noch über dich selbst, dass du nicht alles geschafft hast… das du versagt hast. Daher ist es so wichtig achtsam im Umgang mit dir selbst zu sein! Denn Achtsamkeit schult dich darauf, was tatsächlich im Moment für dich wirklich wichtig ist. Und so schließt sich der Kreis wieder – lebe im Hier und Jetzt!

Ich habe alle Zeit der Welt

Wie gehst du nun am Besten vor?

  • Werde dir bewusst, dass Zeit nur in deinem Kopf existiert. Du musst das nicht verstehen, es reicht wenn du diesen Gedanken in deinem Kopf verankerst.
  • Stelle dir morgens folgende Frage: „Was möchte ich heute erledigen?“ und schreibe alles auf ein Blatt Papier.
  • Nun nimmst du dir vor, die Hälfte dieser Aufgaben zu erledigen. Einzige Bedingung: Es muss eine Aufgabe dabei sein, die du für DICH machst. Markiere diese Aufgaben auf deiner Liste mit einem Textmarker.
  • Setze im Laufe des Tages bei jeder erledigten Aufgabe ein Häkchen. Du wirst am Ende sogar überrascht sein, dass sich vielleicht mehr als die Hälfte ausgegangen ist und kannst dich freuen, dass du dein Ziel sogar übertroffen hast. Anstatt dich, wie bisher, zu ärgern was du alles nicht geschafft hast.
  • Sei achtsam mit deinem Medienkonsum. Vor allem Smartphones, E-Mails und TV rauben dir unnötig viel wertvolle Lebensenergie – ich spreche jetzt absichtlich nicht von Zeit, denn deine Lebensenergie ist viel wertvoller und die kannst du vermehren indem du stattdessen etwas für dich tust (z.B. eine heiße Badewanne… mhmm).
  • Und jetzt kommt die Zauberformel: Wiederhole mehrmals täglich in deinen Gedanken oder auch laut ausgesprochen „Ich habe alle Zeit der Welt!“.

Sätze wie diese wirken in unseren Gedanken wie ein Turbo. Es ist bewiesen, dass das regelmäßige Wiederholen von positiven Affirmationen uns schneller zum Ziel bringt, uns glücklicher und gesünder macht. Bedenke aber, dass auch negative Gedankenwiederholungen sich manifestieren… erinnere dich nur an den Satz „Ich habe immer zu wenig Zeit!“. Oft genug gedacht, wird er zur Realität. 😉 Hier ist wieder deine Achtsamkeit gefragt, bleibe ganz bei dir und formuliere deine Worte stets positiv und in der Gegenwart (z.B. statt „Ich werde gesund.“ oder „Ich bin nicht krank.“ verwende „Ich bin gesund.“).

Ich wünsche dir viel Erfolg bei dieser Übung und vergiss nicht… Du hast alle Zeit der Welt! 

Deine Sabrina Surya ☼

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2 Kommentare

  • Papa Publiziert 4. November 2018 5:39

    Sehr schöner Artikel

    • Sabrina Publiziert 5. November 2018 13:01

      Dankeschön, das freut mich sehr! 🙂

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